Abgesagt
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RODGAU MONOTONES

Batschkapp
Gwinnerstraße 5
60388 Frankfurt am Main

Event organiser: Batschkapp Frankfurter Kulturzentrum e.V., Gwinnerstr. 5, 60388 Frankfurt, Deutschland
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Die „Rubinhochzeit“ rückt näher

Fragt man die Musiker der Rodgau Monotones nach dem Status ihrer Band, hört man Sätze wie „Wir sind ein unzerstörbarer Anachronismus“. Da klingt ein wenig Selbstironie an, auch sympathisches Understatement, vor allem aber viel Selbstbewusstsein. Schließlich ist die Band aus dem hessischen Hinterland seit 1977 unterwegs. Und das im Kern mit der selben Besetzung. Denn Sänger Peter „Osti“ Osterwold, die Gitarristen Ali Neander und Raimund Salg sowie Bassist Joky Becker und Schlagzeuger Mob Böttcher sind Gündungsmitglieder der Monotones. Worum es ihnen ursprünglich ging, daraus machen die Herren keinen Hehl. „Unsere erste Probe war geil und laut, wir ham Bier getrunken, ZZ Top geklaut ...“ setzten sie ihren Anfängen später in zwei Songzeilen ein Denkmal. Blues, Boogie und markanten Rockriffs sind sie auch in eigenen Liedern bis zum heutigen Tag treu geblieben. Im typischen „Rodgau Style“ mit treibendem Schlagzeug, einem stoischen Bass, jeder Menge fetter Gitarren, ekstatischen Gesängen und scharfem Gebläse als Bonus. Dafür sind längst Sängerin Kerstin Pfau als zweite Stimme und Saxophonist Matthias Dörsam mitverantwortlich.

Wer die Rodgau Monotones aufgrund all der Hessizismen und unüberhörbarem Lokalkolorit in den Texten nach wie vor für ein regionales Phänomen begreift, schaue sich einmal die Geschichte der Rodgau Monotones im Zeitraffer hier im Anhang an. Da wird schnell deutlich, dass die Gruppe ein unverzichtbarer Teil der deutschen Rockgeschichte ist. Nur das muss man selbst erfassen, denn Marketing und Selbstvermarktung war nie das Ding der Monotones. Sie seien eine Marke mit einem Vermittlungsproblem haben sie dazu einmal gesagt. Aber in der raren Spezies deutschsprachiger Rock’n’Roller haben sie die Nase dennoch ganz weit vorne und sind nach wie vor einer der besten Liveacts hierzulande. Unprätentiös bei aller spielerischer Klasse. Unaufgeregt und vielleicht auch ein wenig bequem. Denn ständig zwischen Garmisch und Flensburg zu touren ist nicht ihr Ding. Aber wenn sie dann wieder mal in der Fabrik in Hamburg auftreten, ist die Hütte voll. Die Lust am Spielen hat bei ihnen immer Priorität. Viele Songtitel auf dem neuen, inzwischen 14. Studioalbum, augenzwinkernd-angeberisch „Genial“ getauft, signalisieren das. „Vollgas“, „Mama Lauda“ (sprich „Mach’ mal lauter“), „Wie geil ist das denn“, „Wenn’s abgeht“, „Das macht uns keiner nach“ (mit dem Credo: Lieber laut als tot ...) und „Immer noch Spaß“. Das kam auch in benachbarten Bundesländern an. So konnten man auf der Website des SWR unter der Überschrift „Wuchtiger Boogie Rock“ lesen: „Die hessischen Spaßrocker kombinieren auf ihrem ersten Studioalbum seit sieben Jahren einmal mehr wuchtigen Boogie-Rock à la ZZ Top mit saftigen Bläsersätzen, fast schlagerhaft eingängigen Hooklines und natürlich witzigen Texten. Wie immer bleibt darüber hinaus Raum für nachdenkliche Zwischentöne, und auch die berühmten Stilparodien fehlen nicht – diesmal müssen die Shanty-Rumpel-Rocker von Santiano dran glauben. Musikalisch, musikantisch und produktionstechnisch passiert das alles auf hohem Niveau. Genial? Zumindest bestechend.“ Und trotzdem wird das Septett immer mal wieder mit Klischees wie „Klamaukband“ oder „Festzelt Rocker“ konfrontiert. Doch da hat Ali Neander die richtige Antwort parat: „Gerade in Zeiten, in denen Rockmusik immer ironiefreier und humorloser zu werden scheint, müssen bewährte Kräfte wie wir für Abhilfe sorgen. Aber zwischen all dieser Partylaune verstecken sich auch zahlreiche kleine textliche Gemeinheiten und, hört, hört, auch so etwas wie ein politischer Anspruch.“

Location

Batschkapp
Gwinnerstraße 5
60388 Frankfurt am Main
Germany
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Die Batschkapp gehört schon seit Jahren zu den angesagtesten Konzertlocations Frankfurts. Nirvana, Die Toten Hosen, Lenny Kravitz und Marteria haben in diesem Club dem Publikum eingeheizt. Und nachdem die Batschkapp 2013 in ein größeres Gebäude umgezogen ist, können wesentlich mehr Menschen den tollen Konzerten beiwohnen.

Schon seit 1976 gehört die Batschkapp, deren Name sich auf die Dialektbezeichnung für eine Schiebermütze bezieht, zur Frankfurter Club-Szene. Nach fast vierzig Jahren ist der Club aus Eschersheim weggezogen und hat sich in der Gwinnerstraße 5 im Stadtteil Seckbach niedergelassen. Hier präsentiert sich die Batschkapp nun in einem neuen und sehr viel größeren Gewand. In den großen Saal und auf die Empore passen insgesamt 1.500 Besucher. Die Kapazitäten der alten Batschkapp werden schon durch die Empore abgedeckt. Hinzu kommen technische Neuerungen und etwas mehr Komfort. Der Umzug aus den Gemäuern der alten Batschkapp wurde zwar immer wieder kontrovers diskutiert, aber die Verbesserungen, die für das Publikum spürbar sind, haben die Gemüter beruhigt. Die Batschkapp hat auch durch ihren Umzug nichts von ihrem Charme eingebüßt und lockt noch immer mit hochkarätigen Konzerten und Club-Nights.

Erleben Sie hier Konzerte der Extra-Klasse. Die Batschkapp gehört schon seit Jahrzehnten zu den besten Locations Frankfurts und wird mit Sicherheit auch in vielen Jahren noch ein wichtiger Teil der Konzert-Szene sein. Schauen Sie hier auf jeden Fall vorbei – es lohnt sich!