Ludwig Güttler und Friedrich Kircheis - Die Dresdner Frauenkirche zu Gast in Hildesheim

St. Andreas-Kirche zu Hildesheim
St. Andreas-Kirchplatz
31134 Hildesheim

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Event info

LUDWIG GÜTTLER & FRIEDRICH KIRCHEIS
Zwei von besonderem Reiz

Trompete und Orgel - das ist immer wieder aufs Neue eine Klangkombination von besonderem Reiz.
Der strahlende Klang des Blechblasinstrumentes verschmilzt ganz wunderbar mit den Tönen der so wandelbaren "Königin der Instrumente".

Für Ludwig Güttler sind Konzerte für Trompete und Orgel ein unbedingtes Muss im Terminkalender;
groß ist die Vielzahl der Kirchen, in denen er auf diese Weise zu hören war und ist.
Seit 1979 hat er dafür eine festen Partner an seiner Seite: den Organisten Friedrich Kircheis. Dieser, ausgebildet an der Hochschule für Musik in Leipzig, war 1971 bis 2005 Kantor und Organist an der Diakonissenhauskirche in Dresden.
Der Preisträger beim IV. Inter-nationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb 1972 in Leipzig tritt als Organist und Cembalist verschiedener Kammermusikvereinigungen in Erscheinung.
Entsprechend bestreitet er mit Ludwig Güttler nicht nur die Konzerte für Trompete und Orgel, sondern ist auch Cembalist in dessen Ensembles Virtuosi Saxoniae und Leipziger Bach-Collegium
Ludwig Güttler zählt als Solist auf der Trompete und dem Corno da caccia zu den erfolgreichsten Virtuosen der Gegenwart.
Nach Abitur, Studium und Staatsexamen an der Leipziger Musikhochschule „Felix Mendelssohn-Bartholdy“ folgte der aus dem Erzgebirge stammende Künstler 1965 dem Ruf des Händel-Festspiel-Orchesters nach Halle und besetzte dort die Position des Solotrompeters. Von 1969 bis 1980 war er in der gleichen Position Mitglied der Dresdner Philharmonie. Lehraufträge führten ihn an das Internationale Musikseminar Weimar und an die Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber„ in Dresden, wo er bis 1990 eine Professur für Trompete innehatte.
Der Maestro zählt nicht nur zu den international erfolgreichsten Trompetenvirtuosen, durch seinen vielseitig angelegten Wirkungskreis hat er sich ein mittlerweile weltweit anerkanntes Renommé auch als Dirigent, Forscher, Veranstalter und Förderer erworben.

Ludwig Güttler gastiert als Solist und Dirigent in den großen Konzerthäusern im In- und Ausland. Eine große Anzahl von Einspielungen mit ihm als Kammermusiker, Solist und Dirigent auch bisher unbekannter Werke für Trompete und Corno da caccia liegen vor und seine Diskographie wird jährlich um bedeutende Neuproduktionen reicher.
Nach Materialanalysen alter Instrumente hat Ludwig Güttler an der Neuentwicklung des Corno da caccia maßgeblich mitgewirkt, so daß den heutigen Trompetern ein facettenreiches Ventilinstrument zur Verfügung steht. Ludwig Güttlers Forscher- und Entdeckerfreude ist es zudem zu verdanken, daß die Konzertliteratur durch zahlreiche neue Werke vornehmlich des 18. Jahrhunderts erweitert wurde. Um die verschiedenen Interpretationsformen der Musik stilgerecht lebendig werden zu lassen, gründete Güttler das Leipziger Bach-Collegium, das Blechbläserensemble Ludwig Güttler, sowie das Kammerorchester Virtuosi Saxoniae, dessen Leiter und Solist er ist.

Friedrich Kircheis übernahm schon als Schüler seine erste Kantorenstelle. Nach beendetem Studium an der Hochschule für Musik in Leipzig u.a. bei Wolfgang Schetelich, Robert Köbler und Hannes Kästner, war er als Kirchenmusiker und Chordirektor tätig. Seit 1971 ist er Kantor und Organist an der Diakonissenhauskirche in Dresden und tritt als Organist und Cembalist verschiedener Kammermusikvereinigungen auf, u.a. von 1975 bis 1982 als Mitglied der Dresdner Kammersolisten. 1972 war er Preisträger beim IV. Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettberwerb in Leipzig. Seit 1979 ist er ständiger Partner von Ludwig Güttler an der Orgel, sowie bei den Ensembles „Virtuosi Saxoniae“ und „Leipziger Bach-Collegium“ am Cembalo.

Location

St.-Andreas-Kirche
Andreasplatz
31134 Hildesheim
Germany
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Der Turm der St. Andreas-Kirche prägt seit Jahrhunderten das Bild Hildesheims und ist als höchster Kirchturm Niedersachsen eines seiner Wahrzeichen. Von der Plattform aus bietet sich einem ein spektakulären Blick über die Stadt und das Hildesheimer Umland. Doch nicht bloß im geistlichen Leben der Stadt spielt das Gotteshaus als Hauptkirche eine große Rolle, auch im kulturellen Leben kommt St. Andreas als Ort vieler erstklassiger Konzerte eine Bedeutung zu.

In ihren Ursprüngen geht St. Andreas auf eine schlichte Kapelle im 11. Jahrhundert zurück, die bald durch ein mächtiges Westwerk erweitert wurde. Teile dieses Westwerks sind auch in der heutigen Kirche, deren Bau im 14. Jahrhundert begonnen wurde, enthalten. Das dreischiffige gotische Gotteshaus zeugt jetzt noch vom bürgerlichen Selbstbewusstsein der damaligen Zeit, das sich in der reichen Ausstattung zeigte. Nachdem St. Andreas im Zweiten Weltkrieg bis auf Turm und Umfassungsmauern niederbrannte, wurde sie danach originaltreu aufgebaut und erstrahlt heute immer noch in früherem Glanz.

Von jeher wird die Kirchenmusik in der St. Andreas-Kirche rege gepflegt. Die monumentale Beckerath-Orgel, die zu den größten ihrer Art in Norddeutschland gehört, zeugt davon. Wegen ihres warmen, vollen Klanges ist sie sowohl bei den Organisten selbst als auch bei den Zuhörern geschätzt und wird oft zu Rundfunk- oder CD-Einspielungen genutzt. Die St. Andreas Kantorei hat sich mit ihren mehr als 70 Sängerinnen und Sängern über Hildesheim hinaus einen hervorragenden Ruf erarbeitet, ebenso wie der Kammerchor Hildesheim.