Literarischer Frühling 2020 - "Toleranz so schwer"

Joachim Gauck fordert mehr Gelassenheit  

Kulturhalle Frankenberg
Geismarer Str.
35066 Frankenberg (Eder)

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Event organiser: Literarischer Frühling GbR, Bärenmühle, 35110 Frankenau, Deutschland

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Toleranz kann manchmal ziemlich anstrengend sein, aber sie ist eine Tugend, die für das friedliche Zusammenleben in einer demokratischen Gesellschaft eine fundamentale Bedeutung hat. Der frühere Bundespräsident und einstige DDR-Pfarrer Joachim Gauck nimmt sich in seinem jüngsten Buch all die Problemfelder vor, die sich in jüngerer Zeit herausgebildet haben: die Hasstiraden in den sozialen Medien, die Gewalttaten rechts- und linksradikaler oder islamistischer Fanatiker, aber auch das naive Multikulti-Gehabe derjenigen, die vor lauter politischer Korrektheit allzu tolerant auch gegenüber der Intoleranz sind.

Joachim Gauck plädiert für eine „kämpferische Toleranz“ und kritisiert die Laxheit und den Mangel an Mut, die Staat und Gesellschaft etwa gegenüber rechtsextremen Aktivisten oder libanesischen Clans an den Tag gelegt haben. Zugleich warnt er davor, verunsicherte Konservative, die aus Frust über Angela Merkels Politik mit der AfD liebäugeln, gleich zu Feinden zu erklären. Er mag nicht „diese Aufwallungskultur“. Im Gespräch mit Hans-Werner Kilz, dem langjährigen Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung und des Magazins „Der Spiegel“, steckt der Bundespräsident a. D. die Grenzen ab, die allzu oft missachtet werden.

Lesung und Gespräch, Moderation: Hans-Werner Kilz

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