Kammerensemble des JSO Wetzlar

Werke von Mendelssohn Bartholdy, Finzi, Barber u.a.  

Gemeindezentrum Wilhelmskirche
Wilhelmstraße 12
61231 Bad Nauheim

Event organiser: Bad Nauheim Stadtmarketing u. Tourismus GmbH, In den Kolonnaden 1, 61231 Bad Nauheim, Deutschland

Tickets

Karten evtl. noch an der Abendkasse erhältlich.

Event info

Werke aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts
prägen das Kammerkonzert des
JSO Wetzlar mit einem Ensemble aus Solo-
Klarinette und Streichern. Im Zentrum steht
das Klarinettenkonzert von Gerald Finzi. Das
spätromantische Werk zeigt die Verbundenheit
des englischen Komponisten mit diesem
Instrument. Die Fähigkeit der Klarinette für
lange Melodiebögen wie virtuose Verzierungen
interagiert mit einer fantasievollen
Führung der Streicherstimmen.
Ebenfalls noch in der Romantik verhaftet ist
das »Adagio for Strings« von Samuel Barber,
das wohl bekannteste Werk des amerikanischen
Komponisten. Auf der Brücke zur
Moderne steht Benjamin Brittens »Simple
Symphony« für Streichorchester mit einem
ungewöhnlichen Pizzicato Satz, in dem
Britten aus den Streichern ein Zupforchester
macht. Abgerundet wird das Konzert durch
die Streichersinfonie Nr. 3 des jungen Felix
Mendelssohn Bartholdy.

Location

Gemeindezentrum Wilhelmskirche
Wilhelmstraße 12
61231 Bad Nauheim
Germany
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Die ehemalige reformierte Stadtkirche Bad Nauheims ist heute als Gemeinde-Zentrum ein Ort der Begegnung und des bunten Lebens. Auch nicht kirchliche Gruppen nutzen die Wilhelmskirche als Treffpunkt und machen sie so zum ökumenischen Symbol.

Nachdem Bad Nauheim seit 1736 einem reformierten Landgrafen unterstand, konnte 1740 auch endlich eine eigene Kirche für die reformierte Gemeinde errichtet werden. Anstelle eines mittelalterlichen Vorgängerbaus sollte sie entstehen und deren alten Turm mit einbeziehen. Da die Bausubstanz jedoch zu schlecht war, wurde alles neu erbaut und der Turm gemäß lutherisch-reformierter Bauweise direkt über den Eingang gesetzt. Auch die Inneneinrichtung der Kirche präsentierte sich nach reformierter Tradition schlicht und bescheiden. Nach dem Zusammenschluss der reformierten mit der lutherischen Kirche wurde das Gotteshaus schließlich in Wilhelmskirche umbenannt und weiterhin für Gottesdienste genutzt, doch das Ende schien trotzdem gekommen. Sie wurde nach und nach zu klein für die Gemeinde und ab 1906 durch die Dankeskirche ersetzt.

Seit 1926 ist in die Wilhelmskirche wieder Leben eingekehrt. Als Gemeindezentrum lockt sie mit einem bunten Programm aus Bibelabenden, Gottesdiensten, Feiern oder Vortragsabenden zahlreiche mehr und weniger religiöse Gäste an. Besonders beliebt sind dabei die Konzerte, vor allem die Kammerkonzert-Reihe am Sonntagabend, die einen mittlerweile traditionsreichen Einstieg in die kommende und Ausklang der vergangenen Woche darstellt.