Jochen Roß & Jens-Uwe Popp

Epilog | Gitarrenduo  

Steinhaus
Steinhausstraße 64
26831 Bunderhee

Event organiser: Ostfriesische Landschaft, Georgswall 1 - 5, 26603 Aurich, Deutschland

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Event info

Geprägt von Virtuosität, Eleganz, Dynamik und Tiefe entführt das Spiel von Jochen Roß und Jens-Uwe Popp in außergewöhnliche klangliche Sphären. „Zwei Seelen – vier Hände – ein Klang…“ – so schrieb die Schleswig-Holsteinische Landeszeitung über das Zusammenspiel der beiden Musiker.

Mit Gitarre und Mandoline begeben sich Roß und Popp auf eine Klangreise durch verschiedene Länder und Zeiten. Die stilistische Bandbreite ist dabei enorm: Sie schlagen einen Bogen von der Galliard John Dowlands zum spanischen Tanz von Enrique Granados, vom selbst komponierten und von Klezmer beeinflussten „Night Train to Odessa“ zum Jazz-Meisterwerk „Emigrantvisa“ des schwedischen Pianisten Jan Johansson und von „Raining at Sunset“ des Bluegrass-Virtuosen Chris Thile zur Sarabande Johann Sebastian Bachs.

Die Mandoline konnte sich in den letzten Jahren einen festen Platz im Konzertleben erobern und ist vielen Hörern heute als klassisches Instrument und als Folkmandoline aus Bluegrass und schottischer Musik vertraut. Ein unbestrittener Meister dieser Instrumente ist der Hamburger Jochen Roß, der vielen Hörern durch seine Konzerttätigkeit mit Malte Viefs „HeavyClassic Ensemble“ bekannt ist. Nach einem Aufbaustudium bei dem Lautenisten und Echo-Preisträger Joachim Held lebte er für sechs Monate in Schottland und arbeitete mit dortigen Musikern zusammen. 1999 gewann er den renommierten Mandolinen-Wettbewerb in Schweinfurt.

Unterwegs auf internationalen Bühnen hat sich Jens-Uwe Popp als Gitarrist des „Giora Feidman Trios“ und des „David Orlowsky Trios“ sowie in der Zusammenarbeit mit Schauspielern wie Ulrich Tukur und Dominique Horwitz einen Namen gemacht. Im David Orlowsky Trio wurde er ECHO Klassik Preisträger 2008 und 2015 in der Kategorie „Klassik ohne Grenzen“. Sein Solo-Debüt „Oremus“ (2011) wurde ebenfalls für einen ECHO nominiert.

Jochen Roß (Mandoline)
Jens-Uwe Popp (Gitarre)


Streifzug

Steinhausführung
Im Rheiderland, nahe der niederländischen Grenze, steht die ursprünglichste Häuptlingsburg Ostfrieslands. Im Laufe des 13. Jahrhunderts waren innerhalb der vormals freien Landesgemeinden einzelne Familien zu besonderer Macht und Einfluss aufgestiegen. Diese Häuptlingsfamilien errichteten turmförmige, wehrhafte Backsteinbauten, die Steinhäuser. Unter veränderten politischen Bedingungen wandelten sich später deren Funktion und Gestalt.
18:00-19:30 Uhr
Treffpunkt: Steinhaus Bunderhee

Location

Steinhaus Bunderhee
Steinhausstraße 64
26831 Bunderhee
Germany
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Das Steinhaus in Bunderhee ist, wenn nicht sogar die älteste, dann doch zumindest eine der ältesten Burganlagen Norddeutschlands. Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten ist das Steinhaus seit 2011 der Öffentlichkeit in Führungen zugänglich, außerdem ist es oft Schauplatz kultureller Veranstaltungen.

Nahe der niederländischen Grenze wurde im 13. Jahrhundert eine Häuptlingsburg errichtet, die als Steinhaus ihren Bewohnern Schutz bieten sollte. Seine Ursprünge reichen aber noch weiter zurück, nämlich bis ins 8. Jahrhundert. Der altehrwürdige Backsteinbau mit seinem Wehrturm ist auch heute noch, als eine der wenigen, weitgehend originär erhalten. Im 16. Jahrhundert erfuhr der bis dahin sehr zweckmäßig angeordnete Bau eine wohnlichere Umgestaltung und es kam ein Anbau hinzu. Wappen und Inschriften erinnern noch immer an die damaligen Besitzer vom Steinhaus.

Das Steinhaus Bunderhee zählt als wichtiger historischer Lern- und Erlebnisort und wurde mit Mitteln sowohl des Bundes, als auch des Landes und der EU in diesem Sinne wieder hergerichtet. Das Haus soll zukünftig eine Ausstellung über die Geschichte der ostfriesischen Häuptlinge und damit auch über seine ehemaligen Bewohner beherbergen, auch der angrenzende Park soll der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden und seine Gestaltung das bäuerliche Selbstverständnis um 1900 zum Thema haben.