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Eivind Aarset 4tet - Eivind Aarset 4tet

Eivind Aarset, Audun Erlien, Erland Dahlen, Wetle Holte  

Bunker Ulmenwall
Kreuzstr. 0
33602 Bielefeld

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Event organiser: Bunker Ulmenwall e.V., Kreuzstraße 0, 33602 Bielefeld, Deutschland

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Bild: Ellen Lande Gossner

Ambient, Post-Rock und beatlastiger Jazz von Norwegens aufregendstem Gitarristen: Eivind Aarset tobt sich mit einer grandios besetzen Band (mit zwei Drummern) und Gästen wie Trompeter Arve Henriksen aus.
So viel Gitarre war lange nicht. Eivind Aarset ist bekannt dafür, sein Instrument bis zur Unkenntlichkeit zu filtern und zu verfremden. Auf „Phantasmagoria or A Different Kind of Journey“ lässt der norwegische Avantgarde-Musiker erstmals seit Jahren wieder einen klaren E-Gitarren- Sound durchscheinen.

Aarset ist seit langem einer der wichtigsten skandinavischen Jazz/Avantgarde-Künstler. Schon sein
Debütalbum „Electronique Noire“ wurde von der New York Times als „eines der besten Electric Jazz-
Alben nach Miles Davis“ gefeiert. Fast 25 Jahre später nimmt uns der 1961 geborene Musiker auf eine ganz neue „Journey“ – eine Reise in das eigene Bewusstsein, die am japanisch-buddhistischen Fluss der Unterwelt, dem Sanzu River, endet.
Die fantastische Reise, die im Titel von Aarsets neuntem Bandleader-Album steht, beginnt mit einem Rauschzustand: „Intoxication“ verführt mit träumerischer Ambient-Stimmung und einem hochsommerlich schweren Backbeat, ehe Aarsets Gitarre wie ein Gewitter über den Hörer hereinbricht. Das sich von einer leisen Bossa/Folk-Ballade zu einem Quasi-Krautrock-Tune steigernde
„Pearl Hunter“ ist ebenso typisch für den unberechenbar abenteuerlustigen Gitarristen Aarset wie das post-punkige „Outbound“, das cineastisch anmutende „Soft Grey Ghosts“ oder die spacige Sanftheit von „Light on Sanzu River“.
Das herrlich träumerische „Manta Ray“ transportiert den Hörer in tropische Unterwasser-Gefilde – der Song entstand aus einem gemeinsamen Jam des Eivind Aarset 4tet mit Trompeter Arve Henriksen. Das Quartett besteht aus alten Bekannten, mit denen der Gitarrist seit Jahrzehnten arbeitet. Neben Bassist Audun Erlien sind da mit Wetle Holte und Erland Dahlen gleich zwei Drummer, die sich obendrein an Metallophon, Vibraphon und Percussion austoben.
Weitere Gäste sind Aarsets langjähriger Mitstreiter, der DJ/Producer Jan Bang, und aus einer jungen Generation norwegischer Jazzer der Klangtüftler Tortusa. Tortusa aka John Derek Bishop setzte schon in der Vergangenheit Samples des 25 Jahre älteren Eivind Aarset zu neuen Collagen zusammensetzte; hier steuert er eigene Field Recordings auf zwei Tracks bei. Mit zunehmender Spieldauer wird das Album düsterer. Obendrein offenbart Aarset seine Wurzeln als Rock-Gitarrist, insbesondere auf dem mit Seventies-Rock-artigen Gitarrenschnörkeln angereicherten „Didn ́t See This One Coming“.
„Phantasmagoria“ – das sind neun sphärische und hirnschmelzende Instrumentals. Schärfer konturiert als zuletzt, kommen sie womöglich den brillanten Live-Shows des Gitarristen näher als alle seine Alben bislang. Ein Trip durch verschiedene Musikstile, Klänge und Epochen – das Album ist ein weiterer Meilenstein im ohnehin schon beeindruckenden Oeuvre des Eivind Aarset.

Eivind Aarset . guitar // Audun Erlien . electric bass // Erland Dahlen . drums // Wetle Holte . drums

Event location

Bunker Ulmenwall
Kreuzstraße
33602 Bielefeld
Germany
Plan route

Im ehemaligen Sanitätsbunker haben sich nach den 50er-Jahren Jugendgruppen eingerichtet. Mittlerweile geht hier bei Konzerten der Punk ab und Jugendliche werden im Bunker Ulmenwall an jede Art Kultur herangeführt.

Als Schutz vor drohenden Luftangriffen wurde der gepanzerte Bunker 1939 erbaut. Später hielten dann die Pfadfindern oder der CVJM hier Einzug, bis sich hier auch Jazzabende feiern ließen und der Bunker letztendlich als Studentenclub lief. Mit einem umfassenden musikpädagogischen Konzept und vielen Veranstaltungen und Konzerten wird der Bunker Ulmenwall heute als soziokulturelles Zentrum betrieben.

Mit seinem Schwerpunkt, der jazz- und popularmusikalischen Jugendarbeit, ist der Bunker Ulmenwall auch überregional anerkannt. Durch die verschiedensten Konzerte werden Kinder und Jugendliche mit allen möglichen Genres vertraut gemacht: Sogar Grace Kelly trat hier schon auf. 2013 wurde der Bunker mit dem deutschen Spielstättenpreis für seine Programmarbeit ausgezeichnet.